Für den 9. Mai stand eine ganz nette Gewitterlage ins Haus - erster Skepsis wichen ab Mittag durchaus ein paar Erwartungen an die ein oder andere Zelle. Die Modelle rechneten fleißig für Gewitter; eine beeindruckende Leistung erreichte das WRF von Modellzentrale.de. Wie hier berechnet, löste es im Allgäu an einer Konvergenz aus - der Bodenwind drehte tagsüber nach Nordost, was immer ein gutes Zeichen darstellt. Nach den ersten stärkeren Radarechos dort ging es sofort los, wobei ich erste Bilder nördlich von Schongau machte. Die Zelle sah top organisiert aus mit einer weiträumigen Basis - im Radar zeigte sie sich schon länger mit hohen Reflektivitäten. Nachdem zu Beginn nur eine weiträumige Basis mit herrlicher Alpenkulisse zu sehen war, bildete sich plötzlich eine Wallcloud aus. Ich verfolgte den Sturm erstmal bis zum Hohenpeißenberg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da die Zuggeschwindigkeit gemächlich war, wollte ich nochmal vor die Zelle. Wegen dem Straßennetz ging es zuerst etwas weg von der Zelle nach Südosten unter die Flanking Line, dann östlich vom Starnberger See wieder nach Norden.